Tag 285/223 – Bass

Heute habe ich mir einen langgehegten Traum erfüllt und mir einen elektrischen Bass gekauft. Ich habe schon mehrfach versucht, Gitarre zu lernen – aber bislang waren meine mit Hörgeräten versorgten Ohren einfach zu schlecht, um die Töne zu erkennen und dieses Instrument spielen zu können. Und außerdem scheinen meine Finger ein wenig zu grobmotorisch für dieses Instrument zu sein. Bass ist da einfacher – er hat weniger Saiten, man spielt weniger Akkorde und muss die Finger weniger verrenken und ich mag dieses Instrument und seine tiefen Töne, die wummernde Beats erzeugen können, einfach sehr gerne.

Über eBay Kleinanzeigen habe ich heute ein passendes Instrument gefunden, das der Besitzer, der zufällig in der Nähe meines Heimatortes war, direkt vorbeigebracht hat. Wie so oft, wenn man gebrauchte Musikinstrumente kauft, lernt man nette Menschen kennen und auch dieser Kauf war eine durchweg erfreuliche Angelegenheit mit einem sehr netten, musikbegeisterten Verkäufer, bei dem ich viele wertvolle Tipps mit auf den Weg bekam.

Das Hören tiefer Töne ist mit Hörimplantaten eine recht schwierige Übung. Da ich vor allem im Hochtonbereich schwerhörig bin und auch Sprache in diesem Bereich liegt, sind die Soundprozessoren meiner Hörimplantate natürlich besonders auf diese Frequenzen fokussiert. Allerdings höre ich tiefe Töne deutlich besser, als ich vorher gedacht habe. Ich kann sogar hören, wenn die Saiten meines Basses verstimmt sind. Schwieriger ist es, wenn ich Musik höre und dazu spiele – ich nehme zwar wahr, wenn ich komplett falsch liege, aber wenn der Ton zum jeweiligen Akkord passt weiß ich nicht immer genau, in welcher Höhe ich ihn spielen muss.

Ein großer Vorteil ist, dass der Bass nicht so laut ist wie ein Schlagzeug und ich deshalb einfacher Musik begleiten kann. Das Schlagzeug nimmt nach wie vor die meisten Ressourcen meines Soundprozessors in Beschlag und ich brauche hier Kopfhörer und einen Kopfhörerverstärker, wodurch die Musik laut genug in meine elektrischen Ohren gespeist wird. Das klappt dann aber hervorragend.

Ich bin sehr gespannt und freue mich riesig auf diese neue Herausforderung. Junior I kam, wie so oft, auf Anhieb mit diesem neuen Instrument klar und konnte schon nach wenigen Minuten erste Songs mitspielen. Er spielt bereits elektrische Gitarre und kennt sich deshalb gut mit den Grundprinzipien dieses Instrumentes aus.

Hoffentlich bleibt mir genug Zeit, Bass zu lernen und dennoch das Schlagzeugspielen nicht zu vernachlässigen. Unterricht werde ich vorerst nicht nehmen, sondern versuchen, die Grundlagen mit Hilfe von YouTube-Tutorials und der tatkräftigen Unterstützung von Junior I zu lernen. Mit Junior II am Schlagzeug haben wir dann schon eine richtige Band und ich freue mich sehr darauf, mit den beiden Jungs Musik zu machen.

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