Tag 77/14 – Untertitelfrei

Heute ist mein bestellter Bluetooth-Sender geliefert worden, mit dem ich den Ton meines Fernsehers direkt in auf die Teleschlinge speisen kann, die mit meinen Soundprozessoren verbunden ist. Der Bluetooth-Empfänger ist direkt an meinen Sat-Receiver angeschlossen. Weil dieser Receiver keinen Klinkenstecker für Kopfhörer hat, musste ich noch einen Scart-Adapter dazu bestellen, der auf der einen Seite einen Scart-Anschluss und auf der anderen Seite einen Klinkenstecker-Anschluss hat. Ich stöpsele also den Scart-Adapter in den Receiver, dann den Bluetooth-Sender in den Adapter und bekomme dann den Fernsehton via Teleschlinge direkt in die Soundprozessoren. Klingt kompliziert, ist aber gar nicht so schwierig und funktioniert super, nachdem ich den Bluetooth-Sender mit der Teleschlinge gekoppelt habe.

Das Tolle an diesem Setup ist, dass der Ton des Sat-Receivers sowohl auf den Fernseher als auch auf den Bluetooth-Sender gespielt wird. Es können also auch andere Personen im Raum den Fernseher hören und die Lautstärke des TV-Gerätes unabhängig von mir einstellen. Eine Lautstärkenveränderung am Sat-Receiver wirkt sich natürlich sowohl auf den Ton aus, der an das TV-Gerät übergeben wird, als auch auf den Ton, den ich über den Bluetooth-Empfänger bekomme. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil ich die Lautstärke meiner Soundprozessoren verändern kann und meine Mitschauer die Lautstärke des TV-Gerätes regulieren können. Damit wird für jeden die passende Lautstärke gefunden. Wenn ich Netflix schaue, kann ich die Teleschlinge übrigens direkt mit dem Apple TV verbinden, das Netflix auf das TV-Gerät bringt.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Den Ton des Fernsehgerätes habe ich immer relativ schlecht verstanden, obwohl es kein schlechtes Gerät ist. Aber mit dem Ton direkt in die Soundprozessoren verstehe ich fast jedes Wort. Ich schaue heute Abend drei Stunden alles Mögliche – Dokumentarsendungen, Reports, ein bißchen Polit-Talkshow und Extra3. Ohne Untertitel. Und komme gut mit. Selbst bei Parodien, die für hörgeschädigte Menschen generell schlecht zu verstehen sind, kann ich gut folgen. Ich verstehe selbst das Meiste, als in einer politischen Sendung die englische Originalstimme der Interviewpartnerin im Hintergrund mitläuft. Ich kann gar nicht mehr aufhören zu schauen und zappe bis nachts um drei durch alle möglichen Sender. Vielleicht schaue ich den nächsten Tatort ohne Untertitel. Und vielleicht kann ich dann auch wirklich bald mal ins Kino und verstehe auch ohne Untertitel, was gesprochen wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.