{"id":919,"date":"2019-01-31T14:55:04","date_gmt":"2019-01-31T12:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/implantastisch.de\/?p=919"},"modified":"2019-08-04T22:35:15","modified_gmt":"2019-08-04T20:35:15","slug":"tag-182-119-training","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/implantastisch.de\/?p=919","title":{"rendered":"Tag 182\/120 &#8211; Training"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich habe <a href=\"http:\/\/implantastisch.de\/?p=830\">hier<\/a> schon einmal beschrieben, welches Equipment ich benutze, um zu telefonieren, TV zu schauen und Gespr\u00e4chen und Vortr\u00e4gen in gr\u00f6\u00dferer Runde zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Heute steht ein englischsprachiges Design-Training meines Arbeitgebers an und ich bin sehr gespannt, wie gut sich die Tischmikrofon-Anlage im harten Arbeitsalltag schl\u00e4gt. <\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Training, das an zwei aufeinander folgenden Tagen stattfindet, nehmen etwa 12 Kollegen teil. Es wird teils pr\u00e4sentiert, teils in der Runde diskutiert und teils werden Arbeitsgruppen mit 2-4 Personen gebildet, die an bestimmten Themen arbeiten sollen. Insgesamt also ein totaler Worst-Case f\u00fcr eine h\u00f6rgesch\u00e4digte Person: Englisch, mehr als 5 Personen, Diskussionen Quer-Beet und Gruppenarbeit in einem Raum. Mit H\u00f6rger\u00e4ten h\u00e4tte ich hier kaum etwas mitbekommen und w\u00e4re nach zwei Stunden restlos k.o. gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil der Raum recht gro\u00df ist und die Teilnehmer an einem U-f\u00f6rmigen Tisch sitzen, platziere ich drei meiner <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Table-Mics (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.phonak.com\/de\/de\/hoergeraete\/zubehoer\/roger-table-mic.html\" target=\"_blank\">Table-Mics<\/a> strategisch am Konferenztisch: Vor den Sprechern, in der Mitte und am Ende des Tisches. Die Mikrofone sind miteinander Ich selbst sitze &#8211; wie immer &#8211; vorne, damit ich ein wenig von den Lippen ablesen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Und das funktioniert wirklich hervorragend. Bei der einleitenden Pr\u00e4sentation verstehe ich fast jedes Wort &#8211; und das auf Englisch. Hilfreich ist, dass beide Trainer muttersprachliche Deutsch sind. &#8222;Deutsches Englisch&#8220; verstehe ich immer noch deutlich besser als native Speakers &#8211; also muttersprachliche Engl\u00e4nder oder US-Amerikaner. Auch &#8222;indisches Englisch&#8220; verstehe ich \u00fcbrigens sehr gut; spanisches und chinesisches Englisch ist f\u00fcr mich hingegen schwieriger zu verstehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Vorstellungsrunde der Teilnehmer verstehe ich ausgezeichnet. Das war bisher immer der pure Horror: Nicht nur, weil ich die weiter entfernt sitzenden Teilnehmer nicht verstehe, sondern weil ich in solchen Situationen, in denen die Teilnehmer einer Runde nacheinander etwas sagen, auch meistens nicht verstanden habe, was gesagt werden soll. Ich habe meist die Anweisungen zu einer solchen Runde nicht verstanden und wei\u00df nie, was die Runde von mir erwartet: Stellen wir uns vor? Lang? Kurz?  Sollen bestimmte Fragen beantwortet werden? Der Worst-Case ist immer, wenn ich als erste Person etwas sagen soll &#8211; was h\u00e4ufig vorkommt, weil ich ja fast immer ganz vorne sitze. Und meine Erleichterung ist riesig, wenn am anderen Ende begonnen wird. Dann habe ich zumindest die Chance, aus den Redebeitr\u00e4gen der anderen Teilnehmer zu erkennen, was erwartet wird. Oftmals habe ich aber auch die Beitr\u00e4ge der Teilnehmer nicht verstanden und w\u00e4hrend der Vorstellungsrunde gehofft, dass zumindest die Person neben mir so deutlich spricht, dass ich wei\u00df, was ich sagen soll. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute bin ich als erster dran, aber: Ich verstehe, was von mir erwartet wird. Das ist eine riesige Erleichterung. Nat\u00fcrlich erz\u00e4hle ich bei meiner Vorstellung auch heute kurz etwas \u00fcber meine Ohren. Denn zum einen ist jede Kommunikationssituation f\u00fcr mich einfacher, wenn meine Gegen\u00fcber wissen, inwieweit ich eingeschr\u00e4nkt bin und worauf sie beim Sprechen achten m\u00fcsse: langsam und deutlich sprechen, nicht br\u00fcllen. Eine gut verst\u00e4ndliche Lautst\u00e4rke ist nat\u00fcrlich hilfreich, aber generell n\u00fctzt es mir nicht viel, wenn Menschen deutlich lauter sprechen als normal. Das ver\u00e4ndert das normale Sprechtimbre und meistens wird es f\u00fcr mich dann eher schwieriger als einfacher, gut zu verstehen. Zum anderen muss ich nat\u00fcrlich auch kurz erkl\u00e4ren, warum ich Tischmikrofone im Raum verteile und wie das Ganze funktioniert. <\/p>\n\n\n\n<p>Die anschlie\u00dfende Vorstellungsrunde verstehe ich ebenfalls sehr gut und auch in den darauffolgenden Stunde kann ich dem gesamten Training prima folgen. Selbst die Gruppenarbeit klappt super &#8211; ich kann die Tischmikrofone daf\u00fcr stumm schalten und verstehe trotz der Umgebungsger\u00e4usche gut, was meine Arbeitsgruppenteilnehmer sagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem: Ich kann der Veranstaltung \u00fcber den gesamten Tag hinweg gut folgen. Bei der abschlie\u00dfenden Pr\u00e4sentation der Gruppenarbeitsergebnisse wird es etwas schwieriger, weil sehr viel diskutiert wird; hier schalte ich ein paar mal gedanklich ab, weil ich H\u00f6rpausen brauche. Insgesamt habe ich aber wirklich fast alles verstanden &#8211; und das in einer Fremdsprache. Das war vor einem halben Jahr, mit H\u00f6rger\u00e4ten, noch vollkommen undenkbar. Und ich bin am Abend zwar etwas geschafft, aber gl\u00fccklich und keinesfalls so ausgelaugt, wie ich es mit H\u00f6rger\u00e4ten schon nach zwei oder drei Stunden gewesen w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch der n\u00e4chste Tag, an dem ich leider nur bis zum Mittag teilnehmen kann, ist ein voller H\u00f6rerfolg. Ich habe in diesen zwei Tagen viel gelernt, nette Menschen kennen gelernt und die wundervolle Erfahrung gemacht, dass ich vor Trainingssituationen keine Angst mehr haben muss. Und das ist das sch\u00f6nste Learning \u00fcberhaupt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe hier schon einmal beschrieben, welches Equipment ich benutze, um zu telefonieren, TV zu schauen und Gespr\u00e4chen und Vortr\u00e4gen in gr\u00f6\u00dferer Runde zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen. 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